glücklich

der seine Gedanken

oben: Selbstportrait von Maria Bashkirtseff, 1880

Glücklich, glücklich der, der seine Gedanken auszudrücken weiß!

Maria Bashkirtseff

Maria Konstantinowna Bashkirtseff (1858 – 1884), russische Malerin, Schriftsstellerin, Musikerin

aus: „Letter of Marie Bashkirtseva“ von Maria Barhkirtseff. Übersetzt von Mary J. Serrano. Verlag: New York, Cassell Publisching Company, 1891. Seite 125

An ihn

O schlafe nicht, erwach‘, erwache

An ihn

2.
O schlafe nicht, erwach', erwache,
Daß mich Dein Anblick glücklich mache!
Du träumst vielleicht, man küsse Dich?
Erwach', den Traum dann deute ich.


Jehuda ha-Levi

Original von Jehuda ben Samuel ha-Levi (1074 – 1141), sephardischer Arzt und Philosoph, hebräischer Dichter

Übersetzer: Abraham Geiger (1810 – 1874), deutscher Rabbiner Historiker, Gründer des Reformjudentums, Übersetzer, Schriftsteller

Zufrieden

Muße und Freiheit

Du weißt, ich brauche nur Muße und Freiheit, um zufrieden zu sein, Zufrieden! Mehr kann und soll ja der Mensch nicht verlangen. Und ist nicht jeder nur so glücklich, als er selbst dafür hält?

Caroline Pichler

Caroline Pichler, geborene Greiner (1769 – 1843), österreichische Schriftstellerin, Lyrikerin, Salonniére, Kritikerin

Fröhliche Menschen

Fröhliche Menschen sind nicht bloß glücklich

Fröhliche Menschen sind nicht bloß glückliche, sondern auch in der Regel gute, wohlwollende Menschen ohne Neid und Grämelei, ohne Klatscherei und Verleumdung, die recht gerne so weit möglich den Bösen aus dem Wege gehen.

Karl Julius Weber

Carl Julius Weber, 1767 – 1832, deutscher Schriftsteller, Satiriker, Philosoph.

Mittel zum Vergnügen

Wenn auch schon die Rosen

Mittel zum Vergnügen
 
Schwestern! wollt ihr wissen,
Wie ich mich vergnüge,
Daß ich immer scherze,
Daß ich immer singe,
Daß ich auch im Winter,
Wenn auch schon die Rosen
Unser Haupt nicht krönen,
Doch noch immer scherze?
Machts wie ich, und liebet!
Doch liebet nicht nur Männer:
Liebet auch die Tugend;
Liebet schöne Bücher;
Stimmet auch die Saiten,
Dichtet schöne Lieder;
Singet von der Liebe!
Liebt ihr aber Männer;
O! so liebt nur einen,
Liebet ihn recht zärtlich,
Scherzt mit eurem Freunde:
So seyd ihr recht glücklich!

Johanne Charlotte Unzer

Johanna Charlotte Unzer-Ziegleroder (1725 – 1782), deutsche Dichterin, Philosophin, Schriftstellerin

Glück

Es ist, glaube ich, keine Frage

Es ist, glaube ich, keine Frage, daß bei aller Ungleichheit der Stände die Menschen alle gleich glücklich sein können; man suche nur jeden so glücklich als möglich zu machen.

Georg Christoph Lichtenberg

Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799), deutscher Schriftsteller, Philosoph, Naturforscher, Physiker, Mathematiker

Das Lied im Herzen

In meinem Herzen wohnt ein LIed

Das Lied im Herzen

In meinem Herzen wohnt ein Lied,
Das brächt ich gern heraus;
Es neckt und nagt und drückt und zieht,
Und wähnt zu sein ein freies Lied,
Und bleibt doch stets zu Hauf'!

Und lausch' ich ihm, so kommt mir's vor,
Als säng's mit leisem Ton
Den Grazien, den Musenchor,
Und dem Apollo selbst in's Ohr,
Der holden Liebe hohn.

Die holde Liebe leckte mich
In ihrem Myrrthenhain,
Und lie´darin den Mann, - der sich
In ihr geheimstes Läubchen schlich,
Und mich, - nicht glücklich sehn!

J. W. L. Gleim

Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803) deutscher Dichter, Sekretär, Fabeldichter, Schriftsteller, Aufklärer

Geistesfreiheit

Denn wenn das wahre Gut in den Dingen besteht

Geistesfreiheit

XIX, 2. Wenn du einen hochgeehrten, oder vielvermögenden, oder sonst angesehenen Mann siehst, so hüte dich, dass du nicht, von der Vorstellung hingerissen, ihn glücklich preisest. Denn wenn das wahre Gut in den Dingen besteht, welche in unsrer Gewalt sind, so findet weder Neid noch Eifersucht Raum; und du selbst wirst nicht Heerführer, oder Ratsherr, oder Konsul sein wollen, sondern frei. Dazu führt nur ein Weg: – Verachtung der Dinge, die nicht in unsrer Gewalt sind.

Epiktet

Epiktet (um 50 – 138 n. Chr.) griechischer Stoiker und Philosoph. Gründer einer Philosophenschule der Stoa